Im Gespräch

Hallo André,
Jo: Bitte stelle dich einmal kurz vor.
André: Ich heiße André Kunkel, bin 40 Jahre alt, Inhaber einer Bäckereikette mit derzeit 120 Filialen und wohne aktuell in der Nähe von Köln.

Jo: Wie bist du denn überhaupt zum Autocross gekommen und wann war das?
André: In 2011 habe ich erstmals ein Autocross Rennen bestritten, mit einem viel zu schweren Hecktriebler in der Allradklasse, das war natürlich eine Katastrophe. Eine Saison danach dann mit einem Allradauto, da lief es dann schon ganz ok und zuletzt 2013 mit dem Ex-Dieselkämper Auto, mit dem konnte ich dann auch erste Rennen gewinnen.

Jo: Und in welcher Meisterschaft bist du dann gefahren?
André: Ich habe direkt (ohne vorher mal die freie Szene zu testen) in der DM begonnen, da war das Niveau echt hoch, aber man kann sich direkt an starken Gegnern messen und viel lernen.

Jo: Nachdem du dann deinen Buggy 2014 verkauft hattest, nahmst du dir vom Autocross eine kleine Auszeit. Jetzt willst du wieder auf die Rennstrecke zurück. Wie kam es zu diesem Entschluss?
André: Ich musste damals verletzungsbedingt eine Pause machen, hinzu kam, dass wir die Firma stark vergrößert haben und die Produktion deutlich erweitert wurde. Das hat alles sehr viel Zeit in Anspruch genommen und es wäre zu viel gewesen, sich um den Erweiterungsbau zu kümmern und parallel noch Autocross zu fahren, was auch sehr viel Zeit beansprucht.

Jo: Hallo Jan, stelle dich bitte einmal kurz vor und woher kommst du?
Jan: Hallo liebe Internet-Gemeinde. Ich bin 58 Jahre alt und die meiste Zeit meines Lebens habe ich in Hamburg verbracht, allerdings wohne ich seit einiger Zeit aus beruflichen Gründen in der Stadt Brandenburg an der Havel. Dort arbeite ich als Ausbilder bei einer Schulungseinrichtung des Zolls.

Jo: Du bist ja schon viele Jahre beim Autocross mit dabei, wann hat das bei dir angefangen und zu kribbeln begonnen?
Jan: Das erste Rennen habe ich 1980 besucht.

Jo: Und welche Motorsportart war das?
Jan: Das war Rallycross in Buxtehude. Ein Bekannter hatte mich mitgenommen.

Jo: Und wie ging es dann weiter?
Jan: Nach einigen Rennen gab es eine familiäre Pause. In den frühen 2000er Jahren ging es dann weiter. Zunächst als Zuschauer, dann als Fotograf und Video-Kameramann. Schließlich engagierte ich mich als Sportwart (Streckensicherung). Nun kam ich auch mehr in Kontakt mit einzelnen Fahrern und Teams. Dann wurden Leute in der Vereinsführung gesucht. Mit meinen Kenntnissen aus der Verwaltung konnte ich im Bürobereich und bei der Organisation helfen. Schließlich war ich zwei Jahre lang als Helfer mit einem Team unterwegs.

Jo: Ok, das ist ja auch schon eine Zeit lang gewesen und du hast vieles kennengelernt. Weiter später hast du dir ja dann eine schöne Position in der Motorsportwelt erarbeitet. Wie kam es dazu und was sind deine Aufgaben?
Jan: Etwa 2013 sprach mich Harald Klemann, der damalige Vorsitzende des off-road Ausschusses an. Als er diese Position verlies wurde ich vom DMSB nominiert, diese Aufgabe zu übernehmen. Das war genau die Zeit, in der auch die Verbindung von Autocross und DMSB nicht so gut war. Zum einen hatte ich nun Kenntnisse aus allen drei Säulen des Sports, nämlich Teams, Veranstalter und Fans, zum anderen war ich im Bereich Autocross unvorbelastet. Wahrscheinlich war es daher möglich, beide Seiten wieder besser zusammen zu bringen.

Diesmal habe ich mir einen neuen Fahrer in der Autocross-Szene geschnappt und ihm ein paar Fragen gestellt. Es ist Tim Kulikowski.

Jo: Hallo Tim, zu aller erst verrate mal unseren Lesern, wie alt du bist und woher du kommst.
Tim: Ich bin 15 Jahre alt und komme aus Kirchhain. Das ist in der Nähe vom Marburg in Hessen.

Jo: Und was machst du, wenn du nicht im Rennauto sitzt und wo soll es denn mal beruflich hin gehen?
Tim: Wenn ich nicht im Rennauto sitze, schraube ich am Rennauto oder helfe in der Firma. Bei meinem Beruf bin ich mir noch nicht sicher.

Jo: Wie ist das Gefühl in deinem Opel wenn du am Vorstart stehst und dann nochmal im Renntempo unterwegs bist?
Tim: Am Vorstart freue ich mich einfach nur noch, dass es losgeht. Das Gefühl im Renntempo ist einfach unbeschreiblich. Die Geschwindigkeit auf dem losen Untergrund und auch auf dem harten Asphalt ist einfach nur der Hammer.

Tim KulikowskiTim KulikowskiTim Kulikowski

Jo: Wie bist du denn zum Motorsport gekommen?
Tim: Zum Motorsport bin ich durch meinen Bruder Domenic Bendix gekommen. Als ich noch im Kinderwagen lag, war ich schon auf den Rennen mit dabei.

Hallo Enrico und Dominic, bald geht die Autocross Saison 2018 wieder los. Bevor die Startflagge dafür fällt, habe ich ein paar Fragen an euch.

Jo: Stellt Euch bitte einmal kurz vor
Enrico: Hallo JoRö. Wir, Enrico Sachse (44 Jahre) und Dominic Sachse (15 Jahre), kommen aus Großthiemig, nicht weit entfernt vom Kutschenberg unserer Heimstrecke. Der Kutschenberg liegt ca. 40 Km nördlich von Dresden entfernt, ist der höchste Berg in Brandenburg und da passt es auch, dass wir dort eine der schönsten Rennstrecken Deutschlands mitten im Wald finden.

Enrico SachseDas starke DSE Autocross-TeamDominic Sachse

Jo: Bekannt seid ihr ja sehr bei den Autocrossern. Wie und ab wann ging es denn bei euch los mit diesem Sport?
Enrico: Ich habe aktiv mit dem Autocross 2010 auf einem Kia Sephia begonnen meine Erfahrungen zu sammeln. Schuld daran hat eigentlich das Kia Autohaus Korn in Lauchhammer, die uns zu diesem Zweck drei dieser Autos zur Verfügung gestellt hatten. Aufgrund der Bedingungen und der Regeln der ILP, war es ein kostengünstiger Einstieg in den aktiven Autocross-Sport.
Dominic: Bei mir ging es mit 13 Jahren 2016 das erste Mal an den Start. Trotz einer ereignisreichen ersten Saison mit Höhen und Tiefen, hab ich mich total mit dem Autocross fahren infiziert. Seit meinem Einstieg bereitet es mir einen Riesenspaß, meinen Rover auf den Strecken zu fahren.

Hallo Alex, ich weiß, dass die Vorbereitungen für die Autocross Saison bei dir in vollem Gange sind. Aber diese Fragen musst du mir mal zwischendurch beantworten.

Jo: Stelle dich bitte einmal kurz vor
Alex: Hallo und vielen Dank schon mal für das Interview. Ich denke, es wird interessant werden. Ja, also ich bin Alexander Körzinger und 42 Jahre jung, wohne in Dresden und beschäftige mich jeden Tag mit VWs im Autohaus. Und zum Ausgleich brauche ich eben unbedingt das Hobby Autocross. Für mich DIE Leidenschaft des Lebens und manchmal zu oft an erster Stelle. Naja, entweder richtig oder gar nicht.

Jo: Da hast du recht mit der Zeit. Du bist bestimmt schon lange auf den Rennstrecken unterwegs. Wann hat sich denn das Autocross Virus bei dir eingenistet?
Alex: Ja, gepackt hat es mich 1986 bei uns um die Ecke in Bannewitz. Mein erstes Autocross und schon war ich völlig hin und weg. Die verschiedenen Konstruktionen, der Sound und der direkte Zweikampf haben mich absolut fasziniert! Ok, vielleicht auch der ganze Schlamm, schließlich war ich grad mal 10 Jahre alt. Jedenfalls war da klar, das muss es irgendwann mal werden! Hat aber trotzdem dann noch lange gedauert und erst im Jahr 2000 in Oschersleben haben wir beschlossen: Nächstes Jahr gehts los.

Alexander KörzingerAlexander KörzingerAlexander Körzinger

Jo: Na ja, lieber ein bisschen später als nie. Welches Fahrzeug habt ihr denn an den Start gebracht?
Alex: Wir haben uns schlau gemacht, welche Klasseneinteilungen es gibt und da kam nur ein Golf 2 Gti 16V mit 139 PS in Frage. In der Zeit von 1986 bis 2000 haben wir natürlich sämtliche Rennen jedes Jahr besucht. DM/EM/Schwabenpokal ect. Überall wo Autocross war, musste mein Papa mit mir hinfahren.